Infrastruktur Projekte

Die Winteruniversiade wird als Anlass in die Sportgeschichte eingehen, für welchen keine neuen Infrastrukturen gebaut werden mussten: Alle Wettkämpfe finden in bestehenden Anlagen und Infrastrukturen statt. Für die Biathlon- und Ski-OL-Wettkämpfe wurde aus diesem Grund mit der Lenzerheide auch ein Austragungsort ausserhalb der Zentralschweiz gewählt. Einige sanfte oder vorgezogene Verbesserungen der Infrastrukturen werden aufgrund der Winteruniversiade allen Sportlerinnen und Sportlern zur Verfügung stehen und können weiter genutzt werden.

In Andermatt-Realp wurden im Sommer 2020 wichtige Abschnitte der Loipen neu angelegt und durch die FIS homologiert. Die Infrastruktur entspricht nun den Anforderungen des modernen Langlaufsports. So kann das Urserental in Zukunft nationale als auch internationale Wettkämpfe durchführen und den Standort als regionales und nationales Leistungszentrum stärken. «Nach der erfolgreichen Durchführung der Schweizermeisterschaften 2020 haben wir nun erste Bewerbungsdossiers für verschiedene internationale Events eingereicht. Die Winteruniversiade 2021 soll den Auftakt von zahlreichen internationalen Events in Andermatt bilden», sagt Beat Jörg, Präsident des lokalen Organisationskomitees Andermatt und Urner Regierungsrat. Unter anderem kandidiert die Schweiz mit Andermatt als Austragungsort der nordischen Disziplinen für die Winter-Militärweltspiele 2025.

Nachwuchsförderungsprojekt im Stoos

Im Stoos soll der Schweizer Ski-Nachwuchs von der Winteruniversiade 2021 profitieren: Damit die Trainingsinfrastruktur für den Schweizer Skinachwuchs nachhaltig verbessert wird, wurden im Sommer 2020 Optimierungen an der Maggiweid vorgenommen. «Die für die Anpassungen der Piste benötigte Erde konnten wir direkt vom Aushub der Stoos Lodge wiederverwerten, die aktuell am Fusse der Piste gebaut wird», erläutert Peter Föhn. Zudem wird in den kommenden Sommermonaten eine neue Beleuchtung installiert. 

So wird einerseits das Team-Parallelrennen zu einem Flutlichtspektakel vor allem profitiert andererseits der lokale Skinachwuchs von den besseren Lichtverhältnissen, da sie die Maggiweid neu am Abend für Trainings oder Wettkämpfe benützen können. «So können in Zukunft die jungen Ski-Talente auch nach der Schule trainieren und mit wenig Aufwand ein effizientes Training absolvieren», erklärt Peter Föhn. Der Ausbau der Maggiweid stellt somit ein wichtiges und nachhaltiges Nachwuchsförderungsprojekt für die Schweiz als aktuelle Skination Nummer 1 auf dem Stoos dar. Im Rahmen der Verbesserungen wurde auch die Franz-Heinzer-Piste optimiert. 

Auf der Franz-Heinzer-Piste wurde das Terrain planiert und die Sturzräume verbessert. In den vergangenen Jahren war auf der Franz-Heinzer-Piste jeweils viel Schnee notwendig, um das Terrain wettkampftauglich zu machen. Dank den baulichen Veränderungen braucht es nun weniger Natur- oder Kunstschnee und somit weniger Energie, um die Piste herzurichten. «Wir möchten einen Beitrag für die Natur leisten und deshalb ist unser Ziel, so effizient wie möglich zu beschneien», sagt Peter Föhn. Zudem wird die Fairness für zukünftige Wettkämpfe erhöht. Durch die Planierung ist ein gleichmässiger Schneeaufbau der Piste möglich. «Damit wird die Winteruniversiade auf dem Stoos ein tolles Vermächtnis hinterlassen», sagt Peter Föhn.