Sportentwicklungs-Projekte

Sportgrossanlässe können auf verschiedenen Ebenen eine nachhaltige Wirkung auf die Entwicklungen des Sports haben.

Förderung Sportart Short Track Speed Skating

Short Track elektrisiert die Massen in den Eisstadien. Packende Zweikämpfe, ästhetische Bewegungsabläufe und unvorhersehbare Rennverläufe machen Short Track zu einem Publikumsmagnet.

Die Schweiz hat eine lange Tradition im Eissport und eine einzigartig hohe Dichte an Eisbahnen. Trotzdem ist Short Track die bisher einzige Wintersportart, in der es noch nie eine Schweizer Olympiateilnehmerin- oder Teilnehmer gegeben hat. Nur rund 2% der Schweizer Bevölkerung geben zudem an, regelmässig Eissport zu betreiben. Dies soll das Projekt Short Track – Swiss Ice Movement ändern.

Der Förderverein Short Track – The Swiss Ice Movement hat sich zum Ziel gesetzt, den Eissport zu fördern und mit der Disziplin Short Track erstmals in der Schweiz eine Olympische Sportart sozusagen «auf der grünen Wiese» aufzubauen.

Startschuss Winteruniversiade 2021

Das einzigartige und innovative Entwicklungsprojekt wurde als Teil der Legacy der Winteruniversiade 2021 in Luzern ins Leben gerufen. Dank der Unterstützung des nationalen Verbands Swiss Ice Skating, Swiss Olympic, dem Kanton Zug, Swiss University Sports und weiteren Partnern, soll ab Sommer 2022 im OYM in Cham ein nationales Leistungszentrum entstehen.

Spitzensport, Breitensport und Innovation werden gleichermassen entwickelt. So sollen international wettbewerbsfähige Spitzenathletinnen und -athleten ausgebildet, die Schweizer Bevölkerung zu mehr Aktivität auf dem Eis bewegt und das Entwicklungsprojekt als Innovationstreiber und Testfeld für den gesamten Schweizer Sport genutzt werden. Mit einem Transferprojekt wird den Athletinnen und Athleten aus anderen Disziplinen die Möglichkeit geboten, ihr Potenzial im Short Track zu entfalten und sich zu Olympiateilnehmerinnen und Olympiateilnehmer zu entwickeln. Nicht zuletzt soll auch der Schweizer Eishockeysport von dem Know-how und neuen Impulsen rund um die Skating-Technik in der Disziplin Short Track profitieren.

Speedy Cup

Im November 2021 wurde der erste Speedy Cup in den Zentralschweizer Schulen lanciert. Der Speedy Cup ist eine Rennserie für Kinder von der 3. - 6. Klasse. Im Vordergrund steht der Spass am Eislaufen und das direkte Messen mit anderen Kindern. Der Speedy Cup ist ein Legacy-Projekt der Winteruniversiade 2021. Die erstmalige Austragung fand deshalb in der Zentralschweiz statt. Es wurden Erfahrungen und wichtige Erkenntnisse zur Etablierung eines künftigen schweizweiten Speedy Cups gesammelt. Die Ausscheidungen für den Speedy Cup 2021 fanden an verschiedenen Daten in der Rigihalle in Küssnacht am Rigi, in der Kunsteisbahn Zingel in Seewen sowie in der Bossard Arena in Zug statt. Und das grosse Finale am 5. Dezember 2021 im Regionalen Eiszentrum in Luzern. Fast 300 Kinder nahmen an der Erstausgabe des Speedy Cups teil, was die Erwartungen der Initianten des Projekts übertroffen hat.

Mehr zum Speedy Cup erfahren Sie hier.

Talent Day - Unterstützen und Fördern

Die Zentralschweizer Kantone wollen ihre Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten gezielt unterstützen und fördern. Im Sinne einer Legacy der Winteruniversiade wurde deshalb der Talent Day initiiert.

Rund 40 Zentralschweizer Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten aus 24 Sportarten trafen sich am 12. Dezember 2021 im «Freiruum» in Zug zum ersten Talent Day. Die jungen Athletinnen und Athleten mit einer Swiss Olympic Talent Card national und Wohnsitz in einem der Zentralschweizer Kantone wurden am Nachmittag über die Herausforderungen im Leistungssport und die kantonalen Unterstützungsmöglichkeiten informiert. Zum zweiten Teil am Abend war je ein Elternteil eingeladen, wodurch sichergestellt wurde, dass auch die Eltern über die Möglichkeiten und Dienstleistungen informiert wurden.

Mit der proaktiven Information möchten die Sportämter der Zentralschweiz jungen Sportlerinnen und Sportlern und ihrem persönlichen Umfeld frühzeitig die bestmögliche Unterstützung auf ihrem Weg an die Spitze bieten. In verschiedenen Workshops wurden die Teilnehmenden sensibilisiert und motiviert, dank gezielter Karriereplanung den Weg im Leistungssport erfolgreich zu begehen. Miteinbezogen wurden auch die Berufs-Informations-Zentren BIZ, die eine wichtige Funktion im Bereich der Laufbahnplanung einnehmen. Weitere Inputs und Inspiration erhielten die anwesenden Talente im Austausch mit den Weltklasse-Athletinnen und -Athleten Nina Brunner (ledig: Betschart, Beachvolleyball), Yannick Zehnder (Eishockey, EV Zug) und Patricia Merz (Rudern).

Chancen und Herausforderungen

Beim Talk am Abend mit den Topathletinnen und -athleten erhielten auch die Eltern und Gäste einen Einblick in den Alltag und in die Herausforderungen des Berufs «Sportlerin respektive Sportler». Markus Kälin, Leiter Sportförderung Kanton Luzern: «Wir freuen uns, dass dieses wichtige Legacy-Projekt trotz der Absage der Winteruniversiade 2021 durchgeführt werden konnte. Wir möchten mit dieser neuen, direkten Dialogplattform die kantonalen Netzwerke im Leistungssport stärken und die frühe, transparente Information unserer Nachwuchstalente und ihren Eltern zum Thema Karriereplanung sicherstellen.»